
Neben OnlyFans und Fansly taucht ein dritter Name immer häufiger auf: Fanvue. Die Plattform wirbt mit Tools für Creatorinnen, besserer Auffindbarkeit und einer offeneren Haltung gegenüber neuen Formaten. Für viele stellt sich die Frage, ob sich ein Account dort lohnt — als Ersatz oder als Ergänzung. Dieser Ratgeber erklärt, wie Fanvue funktioniert, wo die Unterschiede liegen und für wen die Plattform passt. Konditionen ändern sich bei allen Plattformen regelmäßig; prüfe Gebühren und Regeln deshalb immer direkt bei Fanvue, bevor du dich entscheidest.
Was ist Fanvue?
Fanvue ist eine Abo-Plattform mit Sitz in Großbritannien. Das Grundprinzip entspricht dem, was du von OnlyFans kennst: Fans schließen ein monatliches Abo ab, sehen dafür deinen Feed und können zusätzlich kostenpflichtige Nachrichten kaufen oder Trinkgeld geben. Erlaubt sind sowohl Inhalte ohne Nacktheit als auch Adult-Content für volljährige Nutzer, jeweils nach den Regeln der Plattform.
Wie alle seriösen Plattformen verlangt Fanvue eine Identitäts- und Altersprüfung, bevor du Geld verdienen kannst. Wer mit anderen Personen dreht, muss deren Volljährigkeit und Einwilligung ebenfalls nachweisen. Wie das bei den großen Portalen abläuft, beschreibt unser Beitrag Verifizierung auf Creator-Portalen.

Was Fanvue anders macht
Der größte Unterschied zu OnlyFans liegt in der Auffindbarkeit. OnlyFans bietet kaum eine Suche — Fans kommen fast ausschließlich über externe Links. Fanvue setzt stärker auf Entdeckung innerhalb der Plattform. Das ist ein ähnlicher Ansatz wie bei Fansly, dessen Stärken wir in Fansly: Vorteile und Grenzen beschrieben haben.
Daneben bietet Fanvue eingebaute Werkzeuge, etwa für Auswertungen und Nachrichten. Bemerkenswert ist außerdem, dass die Plattform Accounts mit KI-generierten Personas ausdrücklich zulässt, wenn sie als solche gekennzeichnet sind. Das sorgt für Diskussionen: Für manche ist es ein ehrlicher Umgang mit einem Trend, andere sehen darin zusätzliche Konkurrenz um Aufmerksamkeit.
Gleicher Betreiber: Einen direkten Vergleich von OnlyFans, Fansly und Fanvue gibt es auf porno-casting.net (18+).
Was kostet Fanvue?
Fanvue behält wie OnlyFans und Fansly einen Teil jeder Zahlung als Plattformgebühr ein. Der Standardsatz liegt bei rund 20 Prozent; zeitweise gab es abweichende Konditionen für neue Accounts. Stand prüfen, bevor du rechnest: Gebühren, Auszahlungsfristen und Mindestbeträge können sich ändern und hängen teilweise vom Land ab.
Für eine faire Rechnung zählt nicht nur die Gebühr, sondern auch, was nach Plattform, Agentur und Steuern bei dir bleibt. Wie das bei einer Agentur aussieht, zeigt Was eine OnlyFans-Agentur kostet.
Fanvue, OnlyFans und Fansly im Vergleich
- Reichweite: OnlyFans hat die mit Abstand größte zahlende Nutzerbasis. Fanvue ist kleiner, wächst aber und bietet mehr interne Entdeckung.
- Bekanntheit bei Fans: Viele Fans haben bereits ein OnlyFans-Konto mit hinterlegter Karte. Für Fanvue müssen sie sich erst registrieren — eine Hürde, die Abschlüsse kosten kann.
- Tools: Fanvue bringt mehr eingebaute Funktionen mit. Bei OnlyFans arbeiten viele mit externen Werkzeugen.
- Regeln: Alle drei Plattformen haben eigene Inhaltsrichtlinien. Was auf einer erlaubt ist, kann auf der anderen zu Sperren führen. Lies die Richtlinien jeder Plattform einzeln.
Einen breiteren Vergleich mit weiteren Portalen findest du in Portale vergleichen und auf unserer Seite Creator-Portale.
Für wen Fanvue passt
Fanvue kann sinnvoll sein, wenn du bereits auf einer anderen Plattform aktiv bist und einen zweiten Kanal aufbauen willst, der von interner Entdeckung profitiert. Auch wer mit OnlyFans aus bestimmten Gründen nicht arbeiten will oder kann, findet hier eine Alternative mit ähnlichem Modell.
Weniger geeignet ist Fanvue als einziger Kanal, wenn du eine bestehende Fangemeinde auf OnlyFans hast, die dir folgen soll. Jeder Wechsel kostet Abonnenten. Wer umzieht, sollte das mit einer Übergangsphase planen, statt den alten Account von heute auf morgen zu schließen.
Ein Profil auf Fanvue einrichten
Die Einrichtung folgt dem bekannten Muster: Konto anlegen, Identität und Alter bestätigen, Auszahlungsdaten hinterlegen, Profil gestalten. Nimm dir für das Profil Zeit. Weil Fanvue stärker auf interne Entdeckung setzt, zählen Profilbild, Titelbild, Kurzbeschreibung und die ersten Beiträge mehr als auf OnlyFans, wo die meisten Fans ohnehin über einen externen Link kommen.
- Profilname: Wenn du schon auf anderen Plattformen bekannt bist, nutze denselben Künstlernamen, damit Fans dich wiederfinden.
- Beschreibung: Kurz und konkret. Was bekommen Abonnenten, wie oft postest du, worauf können sie sich verlassen?
- Erste Inhalte: Lade vor dem Start einige Beiträge hoch, damit neue Fans nicht auf ein leeres Profil treffen.
- Sicherheit: Aktiviere die Zwei-Faktor-Anmeldung und nutze eine eigene E-Mail-Adresse. Mehr dazu in Account-Sicherheit.
Preise auf Fanvue planen
Viele übernehmen auf einer neuen Plattform einfach den Abo-Preis von OnlyFans. Das kann funktionieren, verschenkt aber Chancen. Auf einer Plattform mit interner Entdeckung kommen auch Fans, die dich noch gar nicht kennen. Für sie kann ein niedrigerer Einstiegspreis oder ein zeitlich begrenztes Angebot die Hürde senken. Gleichzeitig solltest du vermeiden, dass bestehende Fans von OnlyFans nur deshalb wechseln, weil es woanders günstiger ist. Unterschiedliche Inhalte oder Bündel je Plattform sind dafür oft die bessere Lösung als reine Preisunterschiede. Grundsätzliches zur Preisgestaltung steht in Preisstrategie.
Den Erfolg eines Zweitkanals messen
Ob sich Fanvue für dich lohnt, zeigt sich nicht in der ersten Woche. Gib dem Kanal zwei bis drei Monate und beobachte drei Zahlen: wie viele neue Abonnenten über die Plattform selbst kommen, wie viele davon ihr Abo verlängern und wie viel Zeit du pro Woche investierst. Wenn der Aufwand deutlich höher ist als der Ertrag, ist es legitim, den Kanal wieder zu schließen oder nur noch minimal zu pflegen. Ein Zweitkanal soll dein Business stabiler machen, nicht anstrengender.
Inhalte für mehrere Plattformen produzieren
Der größte Zeitfresser bei mehreren Plattformen ist die Produktion. Effizient wird es, wenn du Shootings so planst, dass aus einer Session Material für mehrere Kanäle entsteht: verschiedene Outfits, Formate und Bildausschnitte, die sich gezielt verteilen lassen. Leg dir eine einfache Übersicht an, welcher Inhalt wann auf welcher Plattform erschienen ist. So vermeidest du, dass Fans, die dir auf zwei Plattformen folgen, dieselben Bilder doppelt bezahlen — ein häufiger Grund für Frust und Kündigungen. Tipps zur Planung stehen in Content-Produktion.
Achte auch darauf, dass jede Plattform andere Formate bevorzugt. Was auf der einen als Einzelbild gut funktioniert, wirkt auf der anderen als kurzes Video besser. Ein bisschen Anpassung pro Kanal kostet wenig Zeit und zeigt Fans, dass sie nicht nur Resteverwertung bekommen.
Zweitkanal ohne Chaos
Mehrere Plattformen bedeuten mehr Einnahmequellen, aber auch mehr Arbeit: zusätzliche Nachrichten, zusätzliche Uploads, zusätzliche Regeln. Damit das nicht im Burnout endet, helfen drei Grundsätze:
- Eine Hauptplattform festlegen, auf der du am aktivsten bist.
- Inhalte einmal produzieren und gezielt variieren, statt alles doppelt neu zu drehen.
- Für jede Plattform eigene Preise und Angebote planen, damit Fans nicht nur nach dem günstigsten Kanal suchen.
Wie das praktisch aussieht, beschreibt der Beitrag Multiplattform ohne Chaos. Wenn du dabei Unterstützung willst, kümmern wir uns im Creator-Management auch um Zweitkanäle.
Datenschutz und Sichtbarkeit
Mehr Entdeckung heißt auch: mehr Menschen können dein Profil finden. Wer anonym bleiben will, sollte prüfen, welche Filter und Sperren die Plattform anbietet, etwa nach Ländern oder Regionen. Grundlagen dazu stehen in Geoblocking und Privatsphäre.
Kurz beantwortet
Ist Fanvue seriös? Fanvue ist eine etablierte Plattform mit Altersprüfung, festen Auszahlungsprozessen und Inhaltsrichtlinien. Wie bei jeder Plattform lohnt der Blick in aktuelle Bedingungen und Erfahrungsberichte.
Kann ich Fanvue und OnlyFans gleichzeitig nutzen? Grundsätzlich ja, viele Creatorinnen tun das. Prüfe aber, ob einzelne Verträge — etwa mit einer Agentur — Exklusivität verlangen.
Ist Fanvue besser als OnlyFans? Nicht pauschal. Fanvue punktet mit Entdeckung und Tools, OnlyFans mit Reichweite und Bekanntheit. Für viele ist die Kombination die beste Antwort.


